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Stabilisierte Düngesysteme: Zu langsam, zu üppig oder optimal?

Nach den Vorgaben der Düngeverordnung (DüV) endete am 31. Januar die Sperrfrist für die Anwendung von Düngemitteln mit einem wesentlichen Gehalt an Stickstoff. Erste frühe mineralische beziehungsweise organische Stickstoffgaben können bei geeigneten und nach DüV zulässigen Witterungsbedingungen somit bereits jetzt in den ersten Februarwochen erfolgen.

Zeitige Stickstoffgaben fördern schwache Bestände, bergen aber – zumindest bei der Wahl traditioneller Dünger – auch Risiken. Bei einem sehr nassen Winterausgang, wie er in den letzten Jahren immer häufiger zu beobachten war und der sich auch jetzt regional andeutet, können Stickstoffverluste in Form von Lachgas und N2 oder eine Nitratverlagerung beziehungsweise Auswaschung aus der Ackerkrume die Effizienz einer frühen Stickstoffdüngung schmälern. Im Spannungsfeld zwischen einer zeitigen Förderung der Stickstoffversorgung einerseits und der Minderung des Stickstoff-Verlustrisikos andererseits bieten stabilisierte N-Düngungssysteme eine seit Jahren erfolgreiche Strategie.

Die Nitrifikationsinhibierung sorgt bei Applikation von Harnstoff und Ammonium im Februar und März für einen deutlich langsamer verlaufenden Nitratfluss aus dem applizierten Harnstoff- oder Ammonium-N. Eine Überschwemmung des Bodens mit dem auswaschungs- und denitrifikationsgefährdeten Nitrat wird somit verhindert. Trotzdem stehen der Pflanze im Bedarfsfall immer beide ernährungsphysiologisch bedeutenden Stickstoffformen – Ammonium und Nitrat – zur Verfügung. Die stabilisierte Düngung ist wie das Pflanzenwachstum stark temperaturabhängig, so dass die Nitratbildungsraten in der Regel stets mit dem Pflanzenbedarf mithalten. Die mehr oder weniger großen Nitratvorräte im Boden tun ein Übriges, um eine reichliche Stickstoffaufnahme auch bei frühem Vegetationsbeginn zu garantieren.  Aktuell gibt es erste regionale Meldungen, dass Nmin- und Nitrat-Gehalte im Boden höher ausfallen könnten als im Mittel der letzten Jahre.

Zahlreiche Versuchsergebnisse aus ganz Deutschland zeigen, dass sich durch den Zusatz des Gülleveredlers PIADIN® zu Gülle oder Gärrückständen die genannten Verlustrisiken beachtlich vermindern und somit die Erträge und die Stickstoffeffizienz deutlich verbessern lassen. Auch im Bereich der mineralischen Stickstoffdüngung mit demstabilisierten Produkt ALZON® neo-N (Feststoffdünger) sowie mit den Flüssigdüngern ALZON® flüssig beziehungsweise ALZON® flüssig-S 25/6 gewährleisten stabilisierte Systeme, dass die im noch winterkalten Boden erwachende Pflanzenwurzel einen optimalen Mix aus Dünger-Ammonium und -Nitrat vorfindet. Im Fall eines sehr schnellen Übergangs zu wüchsigem Wetter stellt die ammoniumbetonte Pflanzenernährung sicher, dass die Bestände trotz einer hohen Start-N-Gabe nicht überwachsen. Zuviel Blattmasse kostet später nur unnötig viel Wasser zu Ungunsten der Ertragsbildung.

Egal, ob nach der Düngung eher feucht-nasse Bedingungen herrschen oder Trockenheit und Wärme dominieren, es gilt alle Verlustwege zu minimieren. Das gelingt am besten durch die Kombination von Urease- und Nitrifikationsinhibitor, wie sie im innovativen Produkt ALZON® neo-N vorzufinden ist.

Der eigentlich zur Verminderung von Ammoniakemissionen eingesetzte Ureaseinhibitor ist in den kalten, feuchten Monaten März und Februar vermeintlich noch ohne Aufgabe; jedoch beschleunigt er das Eindringen des hochlöslichen Harnstoffs in den Boden, zum Beispiel, wenn nach der Applikation nennenswerte Niederschläge ausbleiben. So ist der effektive Wurzelraum unter dem jungen Pflanzenbestand schnell mit erhöhten Mengen an Ammonium-N und maßvollen Anteilen an Nitrat-N bedarfsgerecht gefüllt.

Eine Harnstoff-Auswaschung ist dennoch nicht zu befürchten, denn eine rasante Verteilung des Harnstoffs im Bodenraum bedeutet gleichsam das schnelle Ende der Ureaseinhibitor-Wirkung. Damit liegt der gedüngte Harnstoff bereits binnen Stunden als pflanzenverfügbares, aber kaum auswaschungsgefährdetes Ammonium vor.

Auch akademische Studien zum Thema zeigen, dass die Bereitstellung von Stickstoff aus einer N-stabilisierten Quelle im zeitigen Frühjahr hervorragend mit dem Bedarf der Bestände in Übereinstimmung steht. Mit N-stabilisierten Produkten und Düngungssystemen wird also nicht nur eine bedarfsgerechte Pflanzenernährung garantiert, sondern auch der optimale Schutz vor Denitrifikations- und Auswaschungsverlusten. Daneben wird das Risiko des Überwachsens und späten Auswinterns vermindert.

Schnell gelesen
Durch die stabilisierte Düngung werden Nitrat-, Lachgas- und molekulare Stickstoffverluste deutlich reduziert.
Die stabilisierte Düngung ermöglicht auch auf kalten Böden eine optimale Stickstoffversorgung.
Der stabilisierte Stickstoff steht der Pflanze bedarfs­gerecht zu Verfügung.
Stabilisierte Düngesysteme sind nicht zu langsam, nicht zu üppig, sondern optimal.
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