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Noch schnell die Qualität sichern – Ährengabe zu Winterweizen

Die aktuelle Witterung lässt hoffen, dass die Qualitätsgabe zu Winterweizen in diesem Jahr effizient sein wird. Das Risiko einer schlechten Verwertung dieser Stickstoffgabe bleibt bestehen. Auf sie zu verzichten wiederum würde möglicherweise erhebliche Probleme bei der Qualität oder auch im Ertrag nach sich ziehen, wie unsere Versuchsergebnisse eindeutig belegen. Da bereits fünf Millimeter Niederschlag ausreichen, um den Dünger in die Bodenlösung zu bringen, sollte jede Möglichkeit genutzt werden, die Stickstoffverwertung zu erhöhen. Weil die gesetzlichen Bedarfswerte nicht überschritten werden dürfen, ist der Spielraum für die Abschlussdüngung oftmals gering. Das ist gerade in diesem Jahr mit Blick auf die Düngeverordnung von Bedeutung, da vielerorts aufgrund hoher Nmin-Werte im Boden die Bedarfsobergrenzen niedrig sind. Wurde jedoch im April angesichts der Furcht vor einer neuerlichen Dürre die Stickstoffdüngermenge vorerst eingeschränkt, ist nunmehr zu einer Spätdüngung zu raten. Das Ertrags- beziehungsweise Qualitätsziel ist dabei zu beachten. Gelangt die Qualitätsgabe unmittelbar zu Beginn des Ährenschiebens zur Wirkung, führt sie vor allem zu einer deutlichen Ertragserhöhung. Bei späterer Pflanzenverfügbarkeit in Richtung Blühende wird in erster Linie eine Verbesserung des Rohproteingehaltes erreicht.

Für die Abschlussgabe mit traditionellen Düngemitteln sind schwefelhaltige Stickstoffdünger geeignet. Harnstoff bringt aus physiologischen Gründe effiziente Vorteile bei späten Stickstoffgaben. Hat sich beispielsweise aufgrund von Niederschlagsarmut ein Übermaß an Nitrat in den oberen Bodenschichten angesammelt und es kommt noch weiteres hinzu, kann dies zu einem Überangebot führen, welches das Lagerrisiko nach dem Ährenschieben zusätzlich erhöht. Zudem wird der Reifezeitpunkt unnötig hinauszögert. Das stellt ein zusätzliches Risiko dar, insbesondere wenn der Sommer regenreich ausfällt und von Unwettern begleitet wird.

Für die Kornfüllung und Rohproteinbildung des Winterweizens ist neben Stickstoff auch Schwefel notwendig, da beide anteilig im stets gleichen Verhältnis (10:1) zueinander in Eiweiße eingebaut werden. Unerlässlich ist eine Schwefeldüngung, wenn bisher noch kein Schwefel gedüngt wurde und wenn in der Fruchtfolge nur selten eine organische Düngung erfolgt. Schwefelmangel ist in späteren Entwicklungsstadien leicht zu übersehen. Auch ein latenter und damit nicht sichtbarer Schwefelmangel kann eine ungenügende Stickstoffausnutzung nach sich ziehen und die Rohproteinbildung beeinträchtigen. Jedes Kilogramm Schwefel im Mangel hat zur Folge, dass 10 bis 15 kg N/ha trotz ausreichender Stickstoffdüngung nicht aufgenommen werden können. Eine daraus resultierende schlechtere Stickstoffausnutzung würde die Stickstoffbilanz unnötig belasten. Sollte der Sulfat-Pool im Boden als unzureichend eingeschätzt werden, lassen sich mit einer kombinierten Stickstoff-/Schwefeldüngung sowohl hohe Erträge als auch hohe Rohproteingehalte und Sedimentationswerte absichern.

Eine Flüssigdünger-Applikation bis zum Ährenschieben erfolgt am besten mit Mehrloch- oder speziellen Flüssigdüngerdüsen (FD-Düsen), beziehungsweise Schleppschläuchen. Um Ährenschäden auszuschließen, können Flüssigdünger nach dem Ährenschieben nur noch mit Schleppschlauch ausgebracht werden.

Unter Abwägung aller aufgeführten Überlegungen können auf Standorten ohne Schwefelmangel für eine effiziente Spätgabe im Winterweizen  PIAGRAN® pro oder Qualitätsflüssigdünger PIASAN® 28 empfohlen werden. Bei erforderlicher Schwefelgabe bieten sich PIAMON® 33-S  oder PIASAN®-S 25/6  an. Diese Dünger gewährleisten, auch in der Phase der Rohproteinbildung, bei fachgerechtem Einsatz eine bedarfsgerechte Stickstoffversorgung. Ihre Leistungsfähigkeit wurde in einer Vielzahl von Feldversuchen nachgewiesen.

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