Standort ändern
Fachberater finden Fachberater finden Fachberater finden Fachberater finden Fachberater finden Fachberater finden Fachberater finden Fachberater finden Fachberater finden Fachberater finden Fachberater finden Fachberater finden
Download

Letzte Chance bei Stickstoffmangel

Grundsätzlich muss für eine Herbstdüngung der Nachweis eines Düngebedarfes ermittelt und aufgezeichnet werden. Eine Stickstoffdüngung ist dann bis zum 1. Oktober in Höhe des Stickstoffdüngebedarfs, jedoch nur bis zu maximal 30 kg Ammoniumstickstoff oder 60 kg Gesamtstickstoff je Hektar möglich. Ausgeschlossen wird eine Düngung nach Leguminosen, Zuckerrüben, Winterraps, Mais und Kartoffeln sowie auf langjährig organisch gedüngten Böden oder bei hohen Humusgehalten. In diesen Fällen kann mit einer hohen Stickstoffnachlieferung gerechnet werden. Möglich und eventuell notwendig ist eine Herbstdüngung dagegen nach Getreidevorfrucht. Dabei ist zu differenzieren, ob das Getreidestroh auf dem Feld verblieben ist oder nicht.

Düngeverordnung gibt die Grenzen vor

Die Möglichkeiten, auf einen Stickstoffmangel zur Herbstentwicklung der Kulturen vor Eintritt der Winterruhe zu reagieren, haben sich mit der Novelle der Düngeverordnung (DüV) 2020 weiter verringert. Neu ist, dass der im Herbst ausgebrachte Stickstoff bei der Stickstoffbedarfsermittlung im folgenden Frühjahr angerechnet werden muss. Bei Mineraldüngern sind dies 100 Prozent, während bei Wirtschaftsdüngern lediglich der Ammoniumstickstoffgehalt zu berücksichtigen ist.

Zum Thema, wann und ob überhaupt eine Herbstdüngung erfolgen kann, halten auch Landeskammern, Landesanstalten und Ämter vielfältiges Informationsmaterial bereit. Ein anschauliches und verständliches Schema dazu findet sich zum Beispiel auf der Internetplattform der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

Wann braucht der Raps noch eine Stickstoffdüngung?

Die Entwicklung der Rapsbestände ist regional sehr unterschiedlich. Erneut bereiten in einigen Regionen geringe Bodenfeuchten und unzureichende Niederschläge große Probleme. Um doch noch ausreichend gut entwickelte Bestände vor der Winterruhe zu erzielen, ist eine ausreichende Versorgung mit Stickstoff unerlässlich. Gerade bei dem oftmals auf Wintergerste folgenden Raps kann es schnell zu Stickstoffmangel kommen. Das trifft besonders zu, wenn das Stroh auf dem Feld verblieben ist. War zudem die Stickstoffbilanz der Vorkultur ausgeglichen, spricht viel für einen Stickstoffbedarf des Rapses im Herbst.

Herbstdüngung zu Wintergerste nur in Ausnahmefällen

Bei Wintergerste nach Getreidevorfrucht dagegen muss die Notwendigkeit für eine Stickstoffdüngung anhand des verbliebenen Stickstoffüberhangs kritisch abgeschätzt werden. Nur wenn die Getreidevorfrucht einen guten Ertrag realisieren konnte oder – zum Beispiel aufgrund einer sich abzeichnender Trockenheit – eine deutlich reduzierte Stickstoffdüngung erhalten hat und das Stroh auf der Fläche verblieben ist, sollte eine Herbstdüngung erfolgen.

Wenn düngen, dann mit stabilisierten Stickstoffdüngern

Mit einem stabilisierten Stickstoffdünger wie ALZON® flüssig-S 25/6 und ALZON® neo-N oder einer mit PIADIN® versetzten Gülle/Gärrest können zum einen Stickstoffmangel beseitigt und zum anderen die Vorteile einer ammoniumbetonten Pflanzenernährung genutzt werden. Ein Vorteil besteht in der Verbesserung der Pflanzenverfügbarkeit von Phosphor und Mangan durch pH-Wert-Absenkung in der unmittelbaren Rhizosphäre. Wissenschaftlich nachgewiesen ist auch die Förderung der Wurzelentwicklung. Die Gefahr des Überwachsens ist bei ammoniumbetonter Düngung geringer als bei Nitratversorgung. Außerdem verbessert sich die Winterhärte merklich.

Eine Herbstdüngung will wohl überlegt sein

Ob im Herbst ein Düngebedarf insbesondere zu Raps und Gerste besteht, ist von zahlreichen Faktoren abhängig. Die Düngevorordnung gibt die Regeln für die Bedarfsermittlung und Dokumentation vor. Der im Herbst ausgebrachte verfügbare Stickstoff muss im folgenden Frühjahr in Abzug gebracht werden. In jedem Fall will eine Herbstdüngung also wohl überlegt sein.


Das könnte Sie auch interessieren

Für den lokalen Wetterbericht und die automatische Auswahl Ihres Fachberaters geben Sie bitte Ihre Postleitzahl ein und wählen Ihren Standort aus.
Ihr neuer Standort:
Lutherstadt Wittenberg Sachsen Anhalt
Sie wollen immer auf dem Laufenden sein und regelmäßig mit unserem Newsletter über intelligente Düngesysteme und interessante News vom Acker informiert werden. Dann melden Sie sich für den duengerfuchs.de Newsletter an.
Durch das Absenden der Newsletteranmeldung akzeptieren sie unsere Datenschutzbestimmungen.