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Klima vor Existenz?

Ob Friederike, Xaver oder Herwart – die Namen der Unwetter bleiben in den Köpfen der Landwirte. Nicht gar, weil die Namen so schön klingen, sondern weil das, was sie anrichten die Existenz so mancher Betriebe im Nu vernichtet. Aber warum schlägt der Regen so plötzlich auf die Felder? Und warum bleibt er manchmal eine gefühlte Ewigkeit fern? Schuld hat der Klimawandel – an dem auch die Landwirtschaft nicht unbeteiligt ist.

Entscheidend ist, dass Maßnahmen ergriffen werden müssen, um den eigenen Betrieb und die nächste Generation zu stärken. Die Weltbevölkerung wächst und will ernährt werden. Dies geschieht nur mit einer Landwirtschaft, die den Klimawandel als Chance sieht, um sich neu aufzustellen. Emissionen müssen gemindert und die vorhandenen Ressourcen effizienter genutzt und geschützt werden.

Effiziente Stickstoffdüngung

Besonders Stickstoffüberschüsse können durch einen gezielten Einsatz und der entsprechenden Düngerwahl deutlich reduziert werden. Um dies zu gewährleisten, ist eine reale Ertragseinschätzung durchzuführen. Neben praktischen Kenntnissen, sind digitale Software und N-Sensoren, eine bedeutsame Hilfe zur Einschätzung des Stickstoffbedarfs und der aktuellen Stickstoffmineralisierung. Durch die Verschiebung der Niederschläge in die Wintermonate ist vorwiegend an leichten und flachen Standorten mit einer immer größeren Auswaschungsgefahr zu rechnen. Die steigenden Boden- und Lufttemperaturen sorgen für ein höheres Risiko für Ammoniakemissionen. Mit der Zunahme der Niederschläge im Winter folgt eine Abnahme im Sommer. So ist es besonders in Trockenphasen entscheidend eine ausreichende Nährstoffversorgung zu gewährleisten. Folglich ist mit den stetigen Veränderungen des Klimas, auch ein immer effektiveres Stickstoffmanagement gefragt. Stabilisierte Stickstoffdüngemittel wie ALZON® neo-N und PIAGRAN® pro bieten erhebliche Vorteile bei Wetterextremen.

 

Vielfalt erhalten

Die steigenden Temperaturen verändern außerdem zunehmend die Frucht- und Sortenwahl auf den Betrieben. Die Nutzung wärmeliebender Fruchtarten sowie resistenter Sorten, gewinnt dabei an Bedeutung. Hier spielt besonders die Trockenresistenz eine immer entscheidendere Rolle. Allerdings wird mit diesen Sorten derzeit noch ein deutlich geringerer Ertrag erzielt. Ob der Ertrag zukünftig noch das entscheidende Auswahlkriterium ist, bleibt jedoch fraglich. Um den Extremen entgegenzuwirken, sollte auch in der Sortenplanung vorrausgeschaut werden. Eine Verteilung früher bis später Reifezeitpunkte senkt - neben einer breit aufgestellten Fruchtfolge - das Ausfall-Risiko.

So scheint es viele Möglichkeiten zu geben, um sich ackerbaulich den neuen Klimabedingungen anzupassen. Jedoch ist es unmöglich, anhand aktueller Wetterprognosen, die für die Zukunft perfekte Anbauweise zu planen. Denn, dass all diese Maßnahmen sich auch aus ökonomischer Sicht rechnen müssen, sollte dabei nicht außer Acht gelassen werden.

 

Boden (aus-)nutzen

Der Boden stellt einer der größten Ressourcen dar – somit ist eine effiziente Bodennutzung in Zukunft besonders von Bedeutung. Welche Strategie dabei die Richtige ist, ist stark standortabhängig. Eine flache, reduzierte Bodenbearbeitung und die Vermeidung von Verdichtung stehen hier am oberster Stelle.

 

Wechselwirkungen beachten

Je nach Standort, sollte in Anbetracht des eingeschränkten Pflanzenschutzes, die Bodenbearbeitung dem Standort entsprechen. Wird eine flache Bodenbearbeitung in Verbindung mit Mulchsaat durchgeführt, bleibt organisches Material an der Oberfläche erhalten, wodurch der Boden vor klimatischen Extremen besser geschützt wird. Zudem bildet sich durch Erntereste eine Humusschicht. Durch die geringe Arbeitstiefe wird das Bodenleben gefördert, jedoch auch der Unkrautdruck.

 

Stabile Erträge

Auch für die Düngung ist Bodenbearbeitung von Bedeutung. Eine flache Bearbeitung sorgt für eine längere Erwärmungszeit, was zu einer späteren Nährstoffmineralisierung führt. Um in den Böden möglichst viel Feuchtigkeit zu erhalten, ist besonders viel Wert auf eine angepasste Fruchtfolge zu legen. Einfacher gesagt als getan, denn auch hier gibt es unterschiedlichste Möglichkeiten. Besonders tiefwurzelnde Futterpflanzen rücken hier in den Vordergrund. Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass es in Zukunft mehr um die Stabilität als um die Höhe des Ertrags gehen wird. Um diese Stabilität zu erhalten, ist ein gutes Wurzelsystem der Pflanzen entscheidend. Mit einer ausreichenden Wurzellängendichte können Nährstoffe, neben der Ackerkrume auch aus dem Unterboden genutzt werden. Die vorhandene Feuchtigkeit und Nährstoffe des Unterbodens können durch Bioporen effizient genutzt werden. Bioporen sind Gänge im Boden, die durch Wurzeln und Regenwürme entstehen und eine hohe mikrobielle Aktivität zeigen. So wird der Pflanze ein schneller Weg in den Unterboden ermöglicht, wodurch besonders in trockenen Phasen weitere Nährstoff- und Wasserquellen zur Verfügung stehen. Allerdings beschränken sich die Untersuchungen derzeit nur auf Versuche im Gewächshaus. In der Praxis zeigt sich aber schon jetzt, dass die Hauptfrucht stark von dem Wurzelsystem der Vorfrucht profitiert.

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