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Düngeplanung 2019: Fest oder flüssig – was macht Sinn?

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Formen von Düngemitteln. Es gibt feste und flüssige Düngemittel. Da stellt sich nun die Frage: Was passt zu mir und meinem Betrieb.

Vorab ist es wichtig zu wissen, dass es zwischen der Düngewirkung von festen und flüssigen Düngemitteln bei richtiger Anwendung im Durchschnitt der Jahre keinerlei Unterschiede in Ertrag, Qualität und Stickstoffentzug gibt.

Auf die Qualität kommt es an

Viel wichtiger als die Entscheidung, ob feste oder flüssige Düngemittel verwendet werden, ist das Augenmerk auf Qualität. Also Augen auf vor dem Düngerkauf. 

Bei den festen Düngemitteln kommt es vor allem auf die Feuchtigkeit an. Diese sollte nicht über 0,3 Prozent liegen, ansonsten muss mit Verklumpungen gerechnet werden, die unter Umständen den Düngerstreuer verstopfen. Die Korngrößenverteilung und die Kornfestigkeit entscheiden über die Streugenauigkeit.

Bei flüssigen Düngemitteln sollte der pH-Wert im neutralen Bereich liegen, um Verätzungen des Blattapparats zu vermeiden. Entscheidend ist die Oberflächenspannung. Bei einer zu niedrigen Oberflächenspannung rollen die Tropfen nicht vom Blatt ab und bilden einen Feuchtigkeitsfilm auf dem Blatt. Dies führt bei Sonneneinstrahlung zu Verbrennungen.

 

Die Düngestrategie regelt Ertrag und Stickstoffaufnahme

Für eine hohe Stickstoffausnutzung durch die gedüngte Pflanze ist der Düngetermin entscheidend. Mit der stabilisierten Stickstoffdüngung kann die erste Düngegabe bereits vor dem Vegetationsbeginn ausgebracht werden, ohne dass Stickstoffverluste provoziert werden. Dadurch ist die Feuchtigkeit aus dem Winter voll ausnutzbar. Bei späten Düngeterminen ab BBCH 37 verhindert eine zu geringe Bodenfeuchtigkeit oft die schnelle Umsetzung der Düngergranalien, wie das Dürrejahr 2018 verdeutlicht hat.

Durch den frühestmöglichen Düngetermin kann durch die stabilisierte Flüssigdüngung die im Frühjahr vorhandene Bodenfeuchtigkeit voll ausgenutzt werden. Außerdem können Düngegaben zusammengelegt und mindestens eine Überfahrt eingespart werden.

Abstände zu Gewässern einhalten!

Kein Düngemittel ist genauer zu applizieren als Flüssigdünger. Bei der Düngung mit einem Schleuderstreuer sind Mindestabstände von 4 Meter zu Gewässern einzuhalten. Beim Einsatz von Flüssigdüngern kann mit einem Abstand von 1 Meter deutlich näher am Gewässer gedüngt werden. Die äußere Randfläche, die nicht voll ausgedüngt werden kann führt zu Mindererträgen, die bei einer Flüssigdüngung nicht auftreten.

Grundsätze der Flüssigdüngeranwendung

Bei der Flüssigdüngung kann man allerdings einiges mehr falsch machen als bei der Ausbringung von festen Düngemitteln. Insbesondere bei einer Frostanwendung gilt erhöhte Aufmerksamkeit. Wenn bei Frost Flüssigdünger appliziert werden, muss der Bestand trocken oder stark raubereift sein. Bei Wechselfrost darf keine Anwendung erfolgen. Ansonsten bleibt nicht mehr viel übrig vom Bestand.

Im weiteren Vegetationsverlauf ist darauf zu achten, dass der Bestand eine gut ausgebildete Wachsschicht hat und eine Ausbringung in der prallen Sonne vermieden werden sollte.

 

Fest oder flüssig – was ist effizienter?

Egal ob feste oder flüssige Düngung – beides hat seinen Charme und muss in die Betriebsabläufe passen. Wichtig ist vor allem, auf den richtigen Ausbringungszeitraum und die Grundsätze der Düngung zu achten. Die Düngerqualität spielt eine entscheidende Rolle für die Verteilung der Nährstoffe an der Pflanze.

Egal ob fest oder flüssig: bei der Ausbringung von Düngemitteln sind die Vorgaben der Düngeverordnung zu beachten.

 

Download Düngeempfehlung Stickstoffdüngung 2019

Ausgangssituation | Düngeempfehlung für das Frühjahr 2019 | Winterraps | Wintergetreide | Sommergetreide und Mais | PIADIN zu Gülle und Gärresten

 

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