Düngeempfehlung Winterraps 2021 – Hohe Erträge mit früher Stickstoffdüngung

Ausgangssituation

Der Raps ist im Herbst 2020 gut aufgelaufen und hat sich bis zur Vegetationsruhe positiv entwickelt. Meist wurden vor dem Winter 10 bis 12 Blätter gebildet. Die Witterung im bisherigen Verlauf des Winters hat in der Regel nicht zu wesentlichen Blattverlusten geführt.

Somit wurden die Bestände gemeinhin nicht entscheidend beeinträchtigt. Die hohe Stickstoffnachlieferung im Herbst infolge der guten Sommergare hat eine ausreichende N-Versorgung gesichert. Damit sind zu aktuellem Stand sehr gute Voraussetzungen für hohe Erträge in 2021 gegeben. 

Aber Achtung: In den mittleren und nordöstlichen Landesteilen könnten die teilweise noch immer nicht ausreichend aufgefüllten Bodenwasservorräte schnell das Wachstum einschränken, falls der Frühling sehr trocken ausfällt.

Raps hat hohen Stickstoffbedarf

Raps hat gegenüber anderen Kulturen einen sehr hohen und besonders frühen Stickstoffbedarf. Bei einem Ertrag von 40 dt/ha ist das annähernd ein Bedarf von 200 kg N/ha. Abzüge gemäß Düngeverordnung sind zu berücksichtigen. Somit beträgt die mögliche, zu düngende N-Menge oftmals weniger als 150 kg N/ha.

Für die frühen N-Düngergaben eignen sich insbesondere stabilisierte Dünger, da mit diesen die Stickstoffverluste weitgehend ausgeschlossen werden. Mit stabilisierten Düngungssystemen lassen sich bei gleicher Düngemenge Mehrerträge erzielen. Die Düngeraufnahmeeffizienz steigt und gleichzeitig wird die Stickstoffbilanz entlastet. Um diese Vorteile ausschöpfen zu können, gilt es einiges zu beachten:

 

Stickstoff stabilisiert – frühe Gaben im Vorteil

Die Ammoniumstabilisierung ermöglicht die Ausbringung der bedarfsgerechten Düngermenge in Form einer vorgezogenen Einmalgabe. Das hat nicht nur arbeitswirtschaftliche Vorteile, auch das Risiko witterungsbedingter Ertragsminderungen durch Stickstoffverlagerung nach Starkniederschlägen oder durch Trockenperioden (keine 2. Stickstoffgabe notwendig), kann so erheblich reduziert werden. Weitere Möglichkeiten bietet eine Kombination mit traditionellen Düngern. Zu diesem „Baukastensystem“ finden Sie konkrete Empfehlungen in unserer Broschüre „Hohe Erträge mit abgestimmter Düngestrategie“.

 

Mehrerträge richtig absichern

Die frühe Einmalgabe mit N-stabilisierten Düngemitteln wie ALZON® neo-N, raps-power® neo-N, ALZON® flüssig-S 25/6, ALZON® flüssig-S 22/4 oder ALZON® flüssig-G 20-8 führt regelmäßig zu sicheren Mehrerträgen. In Praxisversuchen wurden im Vergleich zur zweigeteilten konventionellen Stickstoffdüngung Mehrerträge von durchschnittlich 1,5 dt/ha erzielt. Ertragsverbesserungen waren in Exaktversuchen noch deutlicher, wie die Beispiele aus dem Jahr 2020 eindrucksvoll belegen (Abb. 1 und 2).

Traditionelle Düngung erst ab Wachstumsbeginn und in zwei Gaben

Traditionelle N-Dünger sollten frühestens mit Wachstumsbeginn ausgebracht werden. Bei Düngermengen über 80 kg N/ha ist eine Gabenteilung erforderlich, um eine zu üppige vegetative Entwicklung zu vermeiden. Die 2. Gabe folgt dann zum Schossen. Sie kann unter Umständen jedoch dem Risiko einer schlechten Verfügbarkeit durch ausbleibende Niederschläge ausgesetzt sein.

Weil die 2. N-Gabe im Zuge des Klimawandels immer häufiger zeitlich sehr dicht auf die Startgabe folgt, sollte die stabilisierte Einmalgabe die bevorzugte Strategie Ihrer Wahl sein.

Schnell gelesen

Im Winterraps haben sich N-stabilisierte Düngungssysteme bestens bewährt. Sie stellen Mehrerträge und damit eine hohe N-Effizienz sicher. Als Einmalgabe früh nach Auslaufen der Sperrfrist ausgebracht, minimieren sie das N-Verlustpotential und sichern eine langanhaltende und gleichmäßige N-Versorgung. Je nach Bestand, Standort- und Witterung kann auch die Kombination mit einem traditionellen Dünger erfolgreich sein.

https://www.youtube.com/watch?v=p6B_WJme_ZU

https://www.youtube.com/watch?v=eM9QzNSSWcY&t=11s

 

In den Videos können Sie sich die wichtigsten Tipps zur Rapsdüngung anschauen.