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Düngebedarfsermittlung 2020 – so einfach geht es!

Bis Anfang Januar war ein Wachstum an der Grenze zur Vegetationsruhe zu verzeichnen. Neben verbliebenen N-Mengen nach der Ernte ist bei der aktuell guten Durchfeuchtung der Ackerkrume und Bodentemperaturen von über 5 °C mit Mineralisierung zu rechnen. Ein Auswaschungsrisiko ist aufgrund der Niederschlagssituation und der tiefgründig ausgetrockneten Böden in den meisten Regionen nicht zu befürchten. Insgesamt ist zu Vegetationsbeginn mit normalen pflanzenverfügbaren N- und S-Mengen im Vergleich zu Durchschnittsjahren zu rechnen.

N-Bedarf ermitteln

Bevor auch nur ein Gramm Stickstoff ausgebracht wird, muss die Düngebedarfsermittlung gemacht werden. Zunächst sind die Stickstoffbedarfswerte auf Basis des tatsächlichen Ertragsniveaus der angebauten Kulturen im Durchschnitt der letzten drei Jahre zu ermitteln. Bei Ackerkulturen ist vor dem Aufbringen wesentlicher Nährstoffmengen die im Boden verfügbare Stickstoffmenge vom Betriebsinhaber auf jedem Schlag oder jeder Bewirtschaftungseinheit zu ermitteln. Bei Dauergrünlandflächen und Flächen mit mehrschnittigem Feldfutterbau – für den Zeitpunkt der Düngung, mindestens aber jährlich.

Dies muss erfolgen:

Durch Untersuchung repräsentativer Proben oder nach Empfehlung der nach Landesrecht zuständigen Stelle oder einer von dieser empfohlenen Beratungseinrichtung

a) durch Übernahme der Ergebnisse der Untersuchungen vergleichbarer Standorte oder

b) durch Anwendung von Berechnungs- und Schätzverfahren, die auf fachspezifischen Erkenntnissen beruhen.

Nmin-Probenahme

Unsere Empfehlung ist, die Ermittlung des N-Gehalts im Boden durch eine Nmin-Beprobung vorzunehmen. Der richtigen Bodenprobenahme kommt daher eine entscheidende Bedeutung zu. Die Bodenproben sind mit geeigneten Werkzeugen und Geräten in einer Tiefe von 0 bis 90 cm zu entnehmen und schichtweise (0 bis 30, 30 bis 60, 60 bis 90 cm) in Probenahmetüten zu verpacken und eindeutig zu beschriften. Ist eine Probenahme nur bis 60 cm möglich, wird der Wert für die Schicht 60 bis 90 cm rechnerisch, beispielsweise mit BESyD oder einem anderem nach Landesrecht vorhandenem Programm, ermittelt. Dies gilt für alle Winterungen. Bei Sommerungen kommt nur der Wert 0 bis 60 cm zur Anwendung. Um eine repräsentative Probe von der zu untersuchenden Fläche zu erhalten, sind 20 bis 25 Einstiche gleichmäßig auf der Probenahmefläche N-förmig zu verteilen. Das Material aus den Einstichen je Probenahmetiefe ist zu einer Mischprobe zusammenzuführen und gut zu homogenisieren. Proben zur Nmin- Bestimmung sind nach der Entnahme tiefgefroren zu lagern bzw. dem Untersuchungslabor zur sofortigen Untersuchung gekühlt zuzuführen.

Klug ist es, eigene Proben zu nehmen, um einen Vergleich zu den Ergebnissen der für die Untersuchungen zuständigen Stellen vornehmen zu können. Dadurch lässt sich auch der eigene Boden besser einschätzen. Damit die Ergebnisse rechtzeitig vorliegen, sollte die Probenahme in Absprache mit dem zugelassenen Untersuchungslabor zwei Wochen oder auch früher vor der geplanten Düngungsmaßnahme erfolgen. Da gerade bei Anwendung N-stabilisierter ALZON®-Dünger oder Gülle/Gärrest mit PIADIN®-Zusatz frühe Düngungstermine ab 1. Februar möglich sind, sollte demnächst mit der Probenahme begonnen werden.

Düngebedarfsplanung

Sobald die Ergebnisse der Nmin-Analyse vorliegen, kann die Düngebedarfsplanung durchgeführt werden. Die gemessenen Nmin-Gehalte im Boden müssen neben weiteren Werten von den ermittelten Stickstoffbedarfswerten auf Basis des tatsächlichen Ertragsniveaus der angebauten Kulturen im Durchschnitt der letzten drei Jahre abgezogen werden. Zwangsläufig haben hohe Nmin-Werte eine geringere potentielle N-Düngermenge zur Folge und umgekehrt.

Beispiel Düngebedarfsermittlung Winterweizen A/B – Ertragserwartung 80 dt/ha

N-Bedarfswert = N-Sollwert (kg/ha N) 230
   
Korrekturen  
1. Ertragsdurchschnitt letzte 3 Jahre = 80 dt/ha +/- 0
2. Nmin-Gehalt (kg/ha): 65 kg/ha N -65
3. Standort (Bodenart, Humusgehalt < 4,0 %) +/-0
4. Organische Düngung nicht erfolgt +/-0
5. Vorfrucht Raps -10
Zwischenfrucht: keine +/-0
N-Düngebedarf 155 kg/ha N

Entscheidend für die Nmin-Verfügbarkeit zu Vegetationsbeginn ist nun die Höhe der Winterniederschläge und die damit verbundene Verlagerung des mineralischen Stickstoffs.

Schnell gelesen:

  • Bevor Stickstoff gedüngt wird, muss eine Düngebedarfsermittlung vorgenommen werden.
  • Der Düngebedarf wird anhand des Ertragsdurchschnitts der letzten drei Jahre, dem Standort und der Vorfrucht ermittelt.
  • Der Stickstoffgehalt im Boden muss über eine Nmin-Analyse bestimmt werden und fließt in die Düngebedarfsermittlung als pflanzenverfügbarer Stickstoff mit ein.

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