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Die Ernte macht den Weg frei für die Folgekultur

Die Getreideernte ist in vollem Gange. Ist eine Fläche abgeerntet, werden häufig schon die ersten Bodenbearbeitungsmaßnahmen durchgeführt und Zwischenfrüchte gesät, um die idealen Bedingungen für die Folgekultur zu schaffen. Denn es gilt: „Nach der Ernte ist vor der Ernte“.

Mechanische Unkrautregulierung

Ist die Hauptfrucht geerntet und es folgt eine Winterung heißt es: Mechanische Unkrautregulierung. Nicht nur das Ausfallgetreide soll durch eine flache Bodenbearbeitung auflaufen, sondern auch ein Teil vom Samenpool. Egal ob ultraflach mit dem Strohstriegel, etwas tiefer mit dem Grubber oder der Scheibenegge. Ziel ist es, so viele unerwünschte Pflanzen wie möglich vor der Aussaat der Folgekultur zu eliminieren, ohne zu stark in den Bodenhaushalt, vor allem mit Blick auf den Wasserhaushalt, einzugreifen. Ein weiterer Vorteil der Bodenbearbeitung nach der Ernte ist die Einmischung der Erntereste in den Boden und die Förderung der Rotte.

Stickstoffnachlieferung im Herbst aus den Ernterückständen

Nach der Ernte der Kultur bleiben Ernterückstände auf der Fläche. Um zu wissen welchen Einfluss diese auf die Stickstoffnachlieferung im Boden haben, muss auf das C:N-Verhältnis der Erntereste geachtet werden.

 

Beispiel 1 - Vorfrucht Raps:

Die organische Substanz vom Raps weist ein enges C:N-Verhältnis auf. Die Ernterückstände sind für die mineralisierenden Mikroorganismen im Boden sehr attraktiv. Sie werden schneller abgebaut, sodass der Folgekultur schon im Herbst hohe Stickstoffmengen zur Verfügung stehen. Daher sollte eine Folgekultur mit einem hohen Stickstoffbedarf im Herbst gewählt werden. Zum Beispiel haben Wintergerste oder Zwischenfrüchte einen hohen Stickstoffbedarf im Herbst und können damit den mineralisierten Stickstoff ideal nutzen. Aus wirtschaftlichen Gründen wird in der Praxis aber häufig nach dem Raps ein Winterweizen, als Catch-crop, angebaut.

 

Beispiel 2 – Vorfrucht Winterweizen:

Die Ernterückstände von Halmfrüchten weisen ein weites C:N-Verhältnis auf. Damit das Stroh von den Mikroorganismen im Boden verarbeitet und abgebaut werden kann, wird dem Boden Stickstoff entzogen. Die Folge: Die Nachernte-Nmin-Gehalte im Boden sinken durch die Strohrotte. In diesem Fall sollte als Folgefrucht eine Kultur mit einem geringen Stickstoffbedarf im Herbst angebaut werden.

Anders ist es beim Raps. Der Raps muss, um sein volles Ertragspotenzial ausschöpfen zu können, stark in den Winter gehen (gewünscht sind acht bis zwölf Blätter). Um dem Boden kein Stickstoff zu entziehen, wird die Abfuhr der Ernterückstände vor der Rapsaussaat angeraten.

Anbau von Zwischenfrüchten

Gut etablierte Zwischenfrüchte bringen Vorteile. In eher kälteren Regionen, wie an den Küsten, ist eine frühräumende Kultur vor der Zwischenfrucht zu wählen, damit die Zwischenfrucht ausreichend Biomasse bis zum Winter bildet. In Regionen mit höheren Herbsttemperaturen sollten Zwischenfrüchte nach späträumenden Kulturen angebaut werden, sodass es bei den Zwischenfrüchten nicht zur Samenausbildung kommt.

 

Vorteile von Zwischenfrüchten

  1. Schutz vor Erosion und Austrocknung: Zwischenfrüchte, die sich auf einer Fläche gut etabliert haben, schützen den Boden. Nicht nur durch die Wurzeln wird der Boden sprichwörtlich verankert, sondern verringert der Bewuchs ebenfalls den Abfluss des Wassers bei starken Niederschlagsereignissen und die Bodenangriffsfläche wird für Wind deutlich geringer. Wasser- und Winderosionen werden durch die Zwischenfrucht minimiert. Außerdem beschattet eine gut entwickelte Zwischenfrucht den Boden und reduziert die Verdunstung von Wasser.
  2. Tiefwurzelnde Zwischenfrüchte können in einem gewissen Maße Bodenverdichtungen, auch im Unterboden lockern.
  3. Minimierung von Schadorganismen: Im Rüben- und Kartoffelanbau können zystenbildende Nematoden zu deutliche Ertragseinbußen führen. Das Ziel muss es sein, deren Population im Boden zu minimieren. Ein wichtiges Element dabei ist der Anbau von resistenten Zwischenfrüchten. Wichtig ist hierbei, dass die Zwischenfrucht gegen die Zystennematode, die sich auf der Fläche befindet, resistent ist.
  4. Unkrautregulierung durch konkurrenzstarke Pflanzen. Auf Flächen mit einem hohen Unkrautdruck helfen schnellwachsende und invasive Zwischenfrüchte unerwünschte Beikräuter zu unterdrücken. Die Beikräuter keimen zwar, können aber nicht bei der Konkurrenz um Licht, Wasser und Nährstoffe mit der Zwischenfrucht mithalten. Die Düngung von Zwischenfrüchten im Herbst: Zur Zwischenfrucht dürfen, wenn sie vor dem 15.09. ausgesät wurde, maximal 60 Kilogramm Stickstoff pro Hektar (davon 30 Kilogramm Ammonium-Stickstoff pro Hektar) gedüngt werden. Damit können die Lagerkapazitäten für Gülle und Gärrest noch einmal entlastet werden. Damit der Stickstoff aus den organischen Düngemitteln gleichmäßig und bedarfsgerecht als Ammonium und Nitrat aufgenommen werden kann, empfiehlt sich der Einsatz des Gülleveredlers PIADIN®.

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