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Blattdüngung: nicht pauschal, sondern situationsangepasst

Die Pflanzenaufnahme von Makronährstoffen erfolgt vorwiegend über die Wurzel. Als Ergänzung zur Bodendüngung trägt eine Blattdüngung insbesondere unter trockenen Bedingungen zur Stickstoff- oder auch Schwefelversorgung bei. Besonders häufig findet eine Flüssigdüngung in Winterweizen kurz nach der Blüte zur Erhöhung des Rohproteingehaltes sowohl solo als auch in Kombination mit Fungizidmaßnahmen Anwendung. Eine weitere Einsatzmöglichkeit bietet der Kartoffelanbau zur Ertragssteigerung. 

Grundsätzlich ist die Blattdüngung in allen Kulturen möglich. Vorteile sind neben der schnellen Nährstoffzufuhr und einer sicheren Wirkung auch die Kombinationsmöglichkeiten mit Pflanzenschutzmaßnahmen oder Mikronährstoffen. Größere Stickstoff- beziehungsweise Schwefelmengen lassen sich nur über mehrere Applikationen ausbringen.

Je nach Bestand verbleiben nur 15 bis 40 Prozent der ausgebrachten Menge auf dem Blatt. Von der auf dem Blatt haften gebliebenen Menge werden innerhalb von 48 Stunden wiederum nur 30 bis 80 Prozent pflanzenwirksam. Blattdüngung ist deshalb stets als eine ergänzende Düngungsmaßnahme anzusehen. Die Hauptmenge an Stickstoff muss die Pflanze immer über den Boden erhalten.

Trotzdem lassen sich beispielsweise die Rohproteingehalte eines Winterweizens über eine Blattdüngung noch beachtlich erhöhen. Die Eiweißbildung im Korn erfolgt innerhalb der ersten 30 Tage nach der Blüte. Proteingehalt und Eiweißqualität können durch eine Düngung auf das Fahnenblatt und die Ähre innerhalb von 20 Tagen nach der Blüte noch positiv beeinflusst werden. Über die Fahnenblätter und Ähren kann der Weizen bis zu 10 kg/ha Stickstoff aufnehmen. Der Zuwachs an Rohprotein ist höher, wenn die Ährendüngung erst 14 Tage nach der Blüte erfolgt. Eine frühere Düngung wirkt sich eher positiv auf den Ertrag aus. Durch den Verdünnungseffekt fällt dann der Anstieg des Eiweißgehaltes geringer aus.

Für diese Düngungsmaßnahme sind PIASAN® 28 oder PIASAN®-S 25/6 gut geeignet. Wie zahlreiche Versuchsergebnisse zeigen, bringen Spezialdünger (langkettige Harnstoff-Verbindungen), die extra für die Spätdüngung über das Blatt sehr teuer angeboten werden, keinen Zusatznutzen gegenüber qualitativ hochwertigen Flüssigdüngern von SKW Piesteritz. Von Vorteil kann jedoch eine zusätzliche Schwefeldüngung sein, wie sie mit dem schwefelhaltigen PIASAN-S® 25/6 möglich ist.

Die Kartoffel ist eine weitere Kultur, in der eine Blattdüngung positive Effekte erzielt. Hier ist eine Blattdüngung vor allem in Verbindung mit der Phytophtorabekämpfung beziehungsweise -prophylaxe weit verbreitet. Zu den Fungizidbehandlungen können jeweils 10 kg/ha Stickstoff, vorzugsweise in Form von Harnstoff oder auch AHL, appliziert werden. Dazu werden PIAGRAN® 46 oder PIASAN® 28 bzw. PIASAN® -S 25/6 in der Spritzbrühe gelöst beziehungsweise dieser zugegeben. Bei den genannten Flüssigdüngern ist zu beachten, dass diese schwerer sind als Wasser und deshalb eine gute Durchmischung gewährleistet sein muss. Die Stickstoffzugabe unterstützt zum einen die Aufnahme der fungiziden Wirkstoffe und hat zum anderen einen düngenden Effekt über das Blatt. Die Empfehlungen der Pflanzenschutzmittelhersteller zur Mischung sind unbedingt zu beachten. Die erwähnten 10 kg/ha Stickstoff je Einzelmaßnahme sollten nicht überschritten werden, da die Pflanzen keine größeren Stickstoffmengen über das Blatt aufnehmen können. Zudem ist bis zu dieser Menge eine gute Pflanzenverträglichkeit gewährleistet

Für die Blattdüngung generell sollte eine Brühemenge von 200 l/ha sowohl im Sinne der Dünge- als auch der Fungizidwirkung sowie der Pflanzenverträglichkeit selbstverständlich sein. Eine Applikation in den Nachmittags- bis Abendstunden sichert einen hohen Wirkungsgrad und gute Stickstoffblattaufnahme.

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