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Bedeutung der Strohdüngung für die Bodenfruchtbarkeit nicht unterschätzen

Nachdem die Ernten der letzten Jahre vielerorts wegen der Trockenheit unterdurchschnittlich ausgefallen sind, gewinnen mitunter zusätzliche Einnahmequellen an Relevanz. Eine Möglichkeit, um sich in „klammen Zeiten“ die Kasse etwas aufzubessern, kann der Verkauf von Stroh sein. Solange das abgefahrene Stroh durch entsprechende Mengen an Wirtschaftsdüngern ersetzt wird, ist dieses Vorgehen als unproblematisch beziehungsweise sogar als durchaus positiv zu bewerten. Erfolgt aber kein organischer Ausgleich, dann können leicht nachteilige Konsequenzen entstehen.

Bei der Verkaufsentscheidung wird grundsätzlich das Stroh nach dem Markterlös bewertet und dann werden auf der anderen Seite die mit dem Stroh exportierten Nährstoffe monetär gegengerechnet. Viele kommen anschließend zu dem Ergebnis, dass sich der Verkauf lohnt, da die Nährstoffe ja mineralisch ersetzbar sind. Doch das kann sich mittel- und langfristig als Trugschluss erweisen. Erfolgt nämlich keine Schließung der „organischen Lücke“, fährt man sich gewissermaßen die zukünftige Bodenfruchtbarkeit vom Acker. Das liegt daran, dass in die Gesamtbetrachtung die Bedeutung der organischen Substanz sowohl für die Förderung des Bodenlebens als auch für die Reproduktion, beziehungsweise die Steigerung des Humusgehaltes nicht einbezogen wurden: Wird das Stroh nach der Ernte in den Boden eingearbeitet, dann stellt es dort eine wichtige Nahrungsgrundlage für die Bodenlebewesen dar. Auf aktiven Böden ist bereits nach wenigen Monaten vom Stroh nicht mehr viel wieder zu finden. Bodenmikroben und Bodentiere bauen das Stroh ab und nutzen die darin enthaltene Energie, um ihren eigenen Stoffwechsel zu betreiben. Die Aktivität der Bodenlebewesen begünstigt indes die sogenannte Lebendverbauung, also eine Stabilisierung der Bodenstruktur. Letztere ist wiederum Voraussetzung für einen optimalen Wasser- und Lufthaushalt des Bodens und zugleich ein sehr guter Schutz vor Bodenerosion, was besonders vor dem Hintergrund der zunehmenden Witterungsextreme wie Starkniederschläge und Hitze von Bedeutung ist.

Hinzu kommt: Während der überwiegende Teil der organischen Substanz vollständig abgebaut wird, geht immer auch ein standortabhängig geringerer Anteil in die Humusbildung ein. Humus vermag jede Menge Nährstoffe und auch Wasser zu speichern und trägt ferner zum Aufbau stabiler Krümel und somit auch zur Wasserinfiltrations- und Speicherleistung des Bodens bei – selbst kleine Unterschiede können bereits Welten bedeuten. 

Beides, sowohl die biologische Aktivität selbst als auch die damit in Zusammenhang stehende Humusreproduktion, tragen zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit bei. Böden mit einer regelgemäßen organischen Düngung weisen eine höhere Ertragsstabilität auf, da extreme Witterungsphasen wie Trockenheit und Hitze deutlich besser überstanden werden. Wegen der zunehmenden Witterungsextreme muss die Bedeutung der organischen Substanz für die Bodenfurchtbarkeit also als sehr hoch eingeschätzt werden.

Schnell gelesen

  • In viehlosen Betrieben stellt die Strohdüngung oft die einzige Zufuhr organischer Substanz dar
  • Eine Strohabfuhr ohne Schließung der organischen Lücke wirkt sich nachteilig auf die Bodenfruchtbarkeit aus
  • Insbesondere die Lebendverbauung und die Humusreproduktion sind die Grundvoraussetzungen für eine hohe Ertragsstabilität  

In den nächsten Monaten werden wir im Newsletter nochmals auf die Thematik der organischen Substanz und auf die damit in Zusammenhang stehenden Möglichkeiten zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit eingehen.


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