Abschlussbesprechung Wintergerste: Lang, länger, Frühjahr 2021

Nach Schneechaos und Vorsommer im Februar, durchwachsenem März und einem nun schon seit 8 Wochen andauernden Aprilwetter geht das Frühjahr 2021 mit dem ablaufenden Wonnemonat Mai dem Ende entgegen. In diesem Jahr war es in den meisten Regionen nicht zu trocken, sondern überwiegend zu nass und schlichtweg deutlich zu kühl. Anzusehen ist den Beständen die Entwicklungsverzögerung aktuell nur noch wenig. Bis zum Erscheinen der zartgrünen Ähren war dies aber umso deutlicher.

Frühe Einmalgaben präsentieren sich positiv

Wer das frühe Düngungsfenster Ende Februar/Anfang März für eine Einmalgabe mit den stabilisierten Düngern ALZON® neo-N oder ALZON® flüssig-S 25/6 genutzt hat, ist einmal mehr von dieser Strategie überzeugt worden! Nach der Devise „Einmal hin – alles drin!“ hat man so den Stickstoff effektiv in den Boden gebracht. Ammoniumbetont ernährt, wachsen die Pflanzen harmonisch und nehmen den Stickstoff parallel zum notwendigen Wasser gut auf. Hohe Erträge können so realisiert werden. Dank Nitrifikationsinhibitor sind Nitratverlagerung aus dem Wurzelraum oder klimaschädliche Lachgasemissionen nicht zu befürchten.

Mit dem Baukastensystem etwas Puffer lassen

Auf Standorten, die regelmäßig von Vorsommer-Trockenheit heimgesucht werden, oder auch auf Standorten mit einem unter optimalen Wachstumsbedingungen sehr hohen Ertragspotenzial haben sich auch „Baukastensysteme“ in diesem Jahr bewährt. Dabei wird früh eine relativ hohe Menge Stickstoff (70 bis 80 Prozent der nach Düngebedarfsermittlung zulässigen Gesamt-N-Menge) vorgelegt mit ALZON® neo-N oder auch ALZON® flüssig-S 25/6. Wird es trocken, bleiben ein Teil oder die gesamte Restmenge im Sack. Kommt Regen oder lässt der Standort besonders hohe Erträge erwarten, kann dieser Stickstoff mit Düngern ohne Nitrifikationsinhibitor wie PIAGRAN® pro zum Schossen nachgedüngt werden.

2021 – wieder was gelernt!

Drei Dinge werden viele Betriebe aus dem Jahr 2021 mitnehmen:

Wenn Vektoren bonitiert werden, ist auf alle Fälle eine Insektizid-Maßnahme im Herbst sinnvoll, um dem Virusbefall der Bestände vorzubeugen. Eine späte Bestandskontrolle und ein nicht zu frühes Einwintern der Feldspritze sind vorteilhaft.

Schwefeldüngung macht sich mehr und mehr bezahlt. Die kalte Witterung mit verhaltender Mineralisation hat teils lehrbuchhaften Schwefelmangel in den Beständen hervorgerufen. Dort wird nur zu leicht Ertrag verschenkt. Einfach mit einer Stickstoffdüngung kombiniert, kann die Schwefeldüngung mit den stabilisierten Produkten getreide-power® neo oder ALZON® flüssig-S 25/6 oder mit den konventionellen Stickstoffdüngern PIAMON® 33-S bzw. PIASAN®-S 25/6 eine optimale Nährstoffversorgung und damit auch Ertragsbildung sichern.

Zu guter Letzt wird derjenige froh sein, der sich auch unter weniger optimalen Bedingungen an eine robuste Wachstumsregler-Gabe herangetraut hat. Der Erfolg zeigt sich spätestens dann, wenn die Bestände auch in diesem Jahr bis zur Ernte nicht ins Lager gehen.

Optimistischer Blick in Richtung Ernte

Die durchaus herausfordernden Bedingungen zur Etablierung ertragreicher Wintergersten-Bestände sind aktuell noch allgegenwärtig in Erinnerung, doch die Bestände haben sich gut entwickelt. Nun heißt es abwarten und einer hoffentlich ertragreichen Ernte mit guten Preisen entgegensehen.