Niederschlagsereignisse zur Düngung nutzen

Die höheren Temperaturen und die Bodenfeuchtigkeit tut dem Getreide gut. Roggen und Gerste haben meist BBCH 32 erreicht oder oft auch schon überschritten. Weizen mit Saatterminen von Mitte bis Ende Oktober erreicht BBCH 31/32. Frühsaaten in der Marsch sind oft etwas weiterentwickelt.

Mit stabilisierten Düngern wie ALZON® neo-N ist es möglich, nun die Stickstoffdüngung für den Rest der Wachstumsperiode abzuschließen. Dazu sollte die Stickstoffmenge wenigstens 60 Kilogramm pro Hektar betragen. Stabilisierte Dünger wirken nicht zeitverzögert, sondern als Ammonium-Stickstoff anstatt Nitrat-Stickstoff. Beide Stickstoffformen können gleich gut von den Pflanzen aufgenommen werden, dies geschieht lediglich über unterschiedliche Wege. Ammonium-Stickstoff hat dabei den Vorteil, dass er nicht ausgewaschen werden kann und nicht luxuskonsumiert wird.

Flüssigdüngung im Getreide – dabei gilt es einiges zu beachten

Gerade dann, wenn das Getreide BBCH 32 schon erreicht hat, also das drittletzte Blatt erscheint, gilt es mit Flüssigdünger so schonend wie möglich zu arbeiten. Dazu sollte der Bestand trocken sein, kein Frost mehr auftreten und ein Niederschlagsereignis bevorstehen. Im Umgang mit dem Flüssigdünger gilt es, die Oberflächenspannung des Produkts zu erhalten. Dazu sollte die Spritze von Pflanzenschutzmitteln gereinigt sein. Insbesondere Fungizide und Netzmittel senken die Oberflächenspannung, sodass die Tropfen auf dem Blatt zerlaufen und dort zu Blattnekrosen führen können.

Arbeitsschwerpunkt bleibt die Maisbestellung

Der Arbeitsschwerpunkt in der Region ist weiter die Aussaat von Mais sowie die Düngung und Saatbettbereitung. Betriebe, die Herbizide im Vorauflauf einsetzen, können vielen Tankmischungen PIASAN® 28 beigeben. Hier sind sogar 1:1-Mischverhältnisse möglich, da im Vorauflauf noch keine Kultur geschädigt werden kann. Bei der Mischreihenfolge gilt, dass zuerst Wasser und Pflanzenschutzmittel angerührt werden und danach erst PIASAN® 28 der Spritzbrühe hinzugegeben wird. Beachten Sie dazu unbedingt die Hinweise des Pflanzenschutzmittelherstellers. Außerdem sind Mischproben ratsam. Mischungen mit Flüssigdüngern sind nach dem Auflaufen des Maises nicht mehr möglich.