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Ackerrandstreifen

Der Ackerrandstreifen war einmal Futterquelle für Schafe und Kleintierhalter, heute machen sie vor allem Arbeit. Für viele Landwirte ist es ein Muss den Ackerrand zum Stichtag zu mähen, schließlich will man nicht den Acker voller Unkrautsamen haben. Das Problem sind aber nicht die Unkräuter, sondern die Ungräser, schließlich sind es Trespe, Ackerfuchsschwanz oder auch das einfache Weidelgras, welche Probleme in Getreidefruchtfolgen machen. Klar, auch eine Rauke oder eine Distel kann mal stören, hier gibt es aber in der Regel noch gute Lösungen.

Die schmalen Ackerrandstreifen sind auf Grund Ihrer Bewirtschaftung heute relativ artenarm. Denn durch den Einsatz von Düngemitteln und durch das Mulchen akkumulieren sich Nährstoffe am Ackerrand. Davon profitieren vor allem Gräser, welche deutlich konkurrenzstärker als Kräuter sind. Das Mulchen ist daher ein Grundproblem der Ackerrandpflege. Besser wäre es das Gut abzufahren und vor allem den Randstreifen nicht mit Nährstoffen zu versorgen. Genau hier beginnt präziser Ackerbau. Aktuell werden Fördermöglichkeiten für Blühwiesen angeboten, nicht nur auf dem Acker, sondern auch in den Kommunen. Überall werden mühsam Blühstreifen angelegt, Saatgut wird beschafft, im Frühjahr bewässert und kostenintensiv gepflegt. Dabei sind in jeder Kommune erhebliche Kapazitäten an den Wegrändern vorhanden, sodass sich ein Blick in die Flurkarte lohnt.

Ackerränder sind nicht nur für Wirbeltiere wichtige Lebensräume, auch eine Vielzahl von Insekten ist sogar auf Pflanzen angewiesen, welche auf ausgehagerten Standorten wachsen. Ist der Ackerrand breit genug, kann der Landwirt natürlich den eigentlichen Rand (1,5 m) um den Acker kurzhalten. Denn auch die beste Technik macht es nicht möglich den letzten Zentimeter frei von Nährstoffen und Pflanzenschutzmitteln zu halten. Ein breiterer Saum ist daher ein Vielfaches wertvoller. Aber auch dieser muss einmal im Jahr gemäht werden, jedoch nicht im Sommer. Im Sommer, vor allem nach der Blüte der Gehölze, gibt es nur noch wenige Trachten für Insekten, worunter auch das Nutztier Honigbiene leidet. Zwischenfrüchte bringen hingegen unnatürlich späte Trachten. Der richtige Termin zur Mahd dieser Standorte wäre daher nach dem Winter, da viele Tierarten, darunter auch viele Nützlinge und Antagonisten, diese Streifen eifrig zur Fortpflanzung nutzen. Eine verfehlte Förderpolitik verfolgt falsche, kostenintensive oder schlicht agronomisch schwer umzusetzende Anreize, wobei die Lösungen oft auf der Hand liegen.

 

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Bertram Kühne

BERLIN, BRANDENBURG

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