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Maisanbau planen

Die in der Regel wärmeren Sommer lassen auch höhere Reifezahlen im Silomaisanbau zu. Die Kunst liegt aber nicht in der Auswahl späterer Sorten, sondern in der Staffelung der Ernte um unter Bedingungen heißer, trockener Erntetage, der Trockensubstanz nicht hinterherzulaufen.

Auch wenn das Wetter zur Saat verlockend scheint, sollten deutlich vorgezogene Saattermine vermieden werden. Mais reagiert negativ auf Kälte und die Ertragsanlagen werden bereits ab dem 4-Blatt-Stadium angelegt. Ein weiteres Problem sind ausfallende Pflanzen. Diese können durch die Nachbarpflanzen nicht kompensiert werden, was insbesondere beim Körnermais problematisch ist. Eine gleichmäßige Saat und ein sicherer Feldaufgang sind daher Ertragsgarant Nummer eins, wobei das genetische Potential und die Qualitätsausrichtung der Sorte ebenfalls beachtet werden muss. Züchter beginnen dazu immer mehr die ideale Saatstärke in Abhängigkeit von Sorte, Produktionsrichtung und Standort zu untersuchen. Eine hervorragende Orientierung geben hierfür die Landessortenversuche, bei denen die Saatstärke für alle Sorten gleich ist.

Für die Saat und die Ernte sollte man sich kaum mehr als 30 ha/Tag vornehmen, da die allgemeinen Unwägbarkeiten die Schlagkraft regelmäßig begrenzen. Viele Betriebe benötigen für die Ernte daher über 10, einige sogar mehr als 15 Tage. Sind rechnerisch mehr als 15 Tage erforderlich, sollten über höhere Kapazitäten nachgedacht werden.

Wie allgemein bekannt, ist der Entwicklungsmotor des Maises vor allen Dingen die Temperatur. Bis zur Blüte tritt auf sandigen (schwache und mittlere) Standorten regelmäßig Trockenstress auf. Auf besseren Standorten ist dies tendenziell erst zur Kornfüllung der Fall. Der sensiblen Phase der Blüte, in der bis zur Hälfte der möglichen Ernte verloren gehen kann, sollte mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Die Blüte dauert vom Erscheinen der Fahne (männlich) über das Erscheinen der Narbenfäden (weiblich) bis zum Fallen des Pollens auf die Narbenfäden zur Befruchtung. Bis wenige Tage nach der Befruchtung kann es auch noch zum Abort der jeweiligen frisch befruchteten Kornanlage kommen (vor Allem bei heißen Nachttemperaturen). Herrschen Stresstage in der Blüte kommt es zu nicht vollständig gefüllten Kolben, worunter der Ertrag und die Qualität leidet. Dem kann nur durch Entzerrung der Blüte begegnen werden. Denn niemand kann wissen, wann im Jahresverlauf Hitze und Trockenstress auftreten. Über die Auswahl an kleineren (S230) und höheren (S280) Siloreifezahlen und deren Saatfolge können die Phasen Blüte und Ernte etwas auseinandergezogen werden. Demnach sollten nicht stur Sorten hoher Siloreifezahl vor Sorten niedriger Siloreifezahl gesät werden. Die Kunst liegt zusätzlich in der Auswahl der Felder nach der Folgekultur. Während Wintergetreide einen früh räumenden Mais benötigt, sind bei nachfolgenden Sommerkulturen späte Erntetermine irrelevant.

Auch die Düngung spielt eine maßgebliche Rolle für die Blüte. Es ist belegt, dass eine überwiegende Nitraternährung zu einem früheren Erscheinen der Fahne führt. Allerdings erscheinen die Narbenfäden nicht zeitiger, sodass der Polen unter Umständen ins leere fällt. Aufgrund der asynchronen Blüte entsteht eine Befruchtungslücke, welche unter Stressbedingungen ertragsrelevant wird. Der Nitratüberschuss wird problematisch, wenn Gülle ohne den Gülleveredler PIADIN® verwendet wird, Daher sollte PIADIN® auch noch im April eingesetzt werden, da somit eine Verlagerung von Stickstoff eine untergeordnete Rolle spielt. Auch die Nutzung von reinem Stickstoff zur Unterfußdüngung ist kontraproduktiv, weil die bessere Jugendentwicklung nur in Kombination mit Phosphat zum Tragen kommt. Daher ist hier DAP zu nutzen. Eine ideale Stickstoffversorgung kann mit stabilisiertem Harnstoff in Form von ALZON® neo-N vor der Saat sichergestellt werden. Auch bewährte Mischdünger wie raps-power® neo können eingesetzt werden. Hier wäre dann auch an Schwefel gedacht.

Bertram Kühne

BERLIN, BRANDENBURG

Mobil: +49 (0) 151 19568103
E-Mail: bertram.kuehne@skwp.de

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