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Bei Trockenheit richtig reagieren

In den nächsten 14 Tagen ist erstmal kein Regen vorhergesagt, die Böden sind bisher aber nur oberflächlich (3 cm) trocken, sodass es trotzdem schon wieder staubt. Nichtsdestotrotz sind die Wasserspeicher mit häufig mehr als 80 % unterhalb von 20 cm Tiefe auch auf den leichten Standorten gut gefüllt. Der Regen des Winterquartals hat also gutgetan.

https://www.dwd.de/DE/leistungen/wasserbilanzq/wasserbilanzq.html

In der Krume betragen die Werte laut DWD bisher nirgends unter 50 Prozent nFK. Die Wasserbilanz im März ist, aufgrund von höheren Temperaturen und starkem Wind, jedoch negativ. Kleine Niederschläge wären inzwischen hilfreich. Man kann aber festhalten, dass die Ertragserwartung bisher nicht eingeschränkt werden muss.

https://www.dwd.de/DE/leistungen/bodenfeuchte/bodenfeuchte.html

Wie nun reagieren? Je nach Höhe der Stickstoffvorlage und Bestandesentwicklung sollte über eine weitere Stickstoffdüngung nachgedacht werden.

Schwache, zu wenig bestockte Bestände müssen dringend nachgedingt werden, damit Stickstoffmangel während des Schossens ausgeschlossen werden kann.

Ob es die richtige Entscheidung ist, bei normal entwickelten Beständen mit der Stickstoffdüngung noch zu warten, ist unwahrscheinlich. Die letzten fünf Jahre deuten in Brandenburg auf deutlich zu wenig Niederschlag im April und Mai hin. Wohl dem, der bereits zu Vegetationsbeginn eine höhere Menge Stickstoff mit Nitrifikationshemmer appliziert hat und nun erstmal Ruhe bewahren kann. Das trifft für ALZON® neo-N genauso wie für ALZON® flüssig 25/6 und ALZON® flüssig 22/4 zu.

Die üppigen Bestände wurden oftmals nur moderat angedüngt, sodass hier der Stickstoffvorrat langsam zur Neige geht (ein Düngefenster mit 30 kg N/ha mehr wäre ein guter Indikator). Da diese Bestände aufgrund ihres Entwicklungsvorsprunges bereits die Phase des Schossens erreicht haben, müssen auch hier weitere Maßnahmen ergriffen werden. Eine Reduktion ist bei solchen Beständen erwünscht, sodass ein zu drastischer Anstieg des Stickstoffpools nicht zielführend wäre.

Eine Möglichkeit für die gut und üppig entwickelten Bestände besteht nun darin eine hohe Menge an stabilisierten Stickstoff nachzulegen. Je nach Schwefelversorgung in der ersten Gabe (welche in der Regel ausreichend erfolgte) kann auf Stickstoff solo aus ALZON® neo-N zurückgegriffen werden. Der Vorteil der zusammenfassenden Schossergabe liegt darin, dass die Qualitätsgabe auch bis hin zum vollen Umfang ergänzt werden kann. Die Erträge sind bisher nicht in Gefahr. Es kann jedoch von einem ausgetrockneten Oberboden ausgegangen werden, wodurch die Stickstoffgaben zum Fahnenblatt oder Ährenschwellen möglicherweise auf der Bodenoberfläche liegen bleiben und nicht die Wurzeln erreichen.

Die schwachen Bestände benötigen nicht nur Unterstützung aus der Düngertüte, auch die apikale Dominanz sollte gebrochen werden. Das geht unter den Wachstumsreglern (WR) am ehesten mit einem frühen CCC Einsatz, weil die Gibberlinsynthese am frühesten im Vergleich aller WR unterbrochen wird. Ein hoher Gibberellinpool ist Voraussetzung für den Eintritt des Schossens. Mit dem Einsatz von CCC wird nicht nur das Verhältnis von Gibberellinen zu Gunsten der Cytokinine (diese fördern Seitenknospenbildung) verändert, sondern tritt gleichzeitig das Schossen etwas später ein und die Pflanze gewinnt Zeit zur Bestockung. Mehr als eine Steigerung von 10 Prozent der vorhandenen Triebe sollte aber nicht erwartet werden. WR mit Trinexapac-ethyl oder Prohexadion-Ca wirken später in der Gibberellinsynthese. Eine Bestockungsförderung ist daher kaum messbar. Ihr zusätzlicher Nutzen liegt in der Hemmung des ACC-Oxidase (Amino-cyclopropan-carboxylsäure = ACC) auf unterschiedlichen Wegen. ACC wir zu Ethylen oxidiert, wodurch die genannten Wirkstoffe bei Stress oftmals verträglicher als CCC sind. Ethylen beschleunigt die Alterung, also den Übergang in den nächsten Entwicklungsschritt. Weil sich im Übergang von der Bestockung zum Schossen auch die Ähre differenziert, sollte in dieser Zeit Stress und damit ein Entwicklungsabbruch möglichst vermieden werden.

Die Düngung von schwachen Beständen kann zusätzlich durch Schwefel verbessert werden. Dafür eignet sich vor allem PIAMON® 33-S als unterstützender Dünger. Ist genug Schwefel vorhanden, dann kann beispielsweise mit PIAGRAN® pro gedüngt werden.

Bertram Kühne

BERLIN, BRANDENBURG

Mobil: +49 (0) 151 19568103
E-Mail: bertram.kuehne@skwp.de

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