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Gezielt die Bestandesdichte beeinflussen

Im Getreide muss man die Zielähren zur Ertragsbildung im Auge behalten. Sehr stark bestockte Bestände (mehr als sechs Triebe je Pflanze) sollten zur Reduktion angehalten werden (spätere N-Gabe). Bestände, die aktuell weniger als 500 starke Triebe/m2 haben, müssen dringend gefördert werden (Anschluss N-Gabe vor BBCH 31). Im Detail sollte man sich in dieser Woche Gerste und Roggen genauer ansehen. Viele Bestände werden BBCH 30 erreicht haben und damit ist das Abheben des Vegetationskegels nicht mehr weit. In der Zeit zwischen BBCH 30 und 32 ist es möglich die Bestandesdichte zu beeinflussen. Die Variation hat aber ihre Grenzen und ist auch maßgeblich von Boden und Andüngung abhängig.

Sehr schwach entwickelte Bestände (weniger als 450 Triebe/m2) sollten zügig nachgedüngt werden, so dass keinesfalls Triebe reduziert werden. Sind insgesamt nur wenige Pflanzen vorhanden (schlechter oder später Auflauf), so sollten aber nicht mehr als vier Triebe je Pflanze erzogen werden. Selbst bei 120 Pflanzen/m2 können so noch 480 Ähren erreicht werden. Für Roggen und Weizen ist das in jedem Fall ausreichend. Nur für Zweizeilige Gerste sollten in Brandenburg mindestens 700 Ähren/m2 erreicht werden. Dünne Bestände bestocken ohnehin länger über die Tag- und Nachtgleiche hinaus, weil die intraspezifische Konkurrenz gering ist. Dazu werden aber Nährstoffe benötigt. Ist bereits ausreichend Schwefel in Form von z.B. PIAMON® 33-S in der ersten Gabe gefallen, so kann jetzt mit PIAGRAN® 46 weitergedüngt werden. Falls es noch ein Defizit an Schwefel gibt, so besteht jetzt noch die Chance diesen Mangel zu beseitigen.

Zu dichte Bestände (über 1000 Triebe/m2, mehr als sechs Triebe je Pflanze) sollte man jetzt moderat ernähren. Vor allem der Zeitpunkt der Düngung kann nach hinten verschoben werden, diese Bestände sollten zwingend Triebe reduzieren. Eine Nachdüngung ist erst zu BBCH 32 anzuraten. War die Startgabe bereits OHNE NITRIFIKATIONSINHIBITOR sehr hoch, so muss davon ausgegangen werden, dass sich die Triebe kaum reduzieren werden. Die hohe intraspezifische Konkurrenz (der dicht nebeneinanderstehenden Pflanzen) kommt nicht zum Tragen, weil der extrem hohe Stickstoffspiegel in den Einzelpflanzen jedem Feedbackmechanismus überlegen ist. Anders ist das bei der stabilisierten ALZON®-Düngung. Die Einzelpflanze reagiert trotzdem gut auf Rückkopplungsinformationen. Ist die Konkurrenz hoch, so werden Triebe reduziert obwohl ein hoher pflanzenverfügbarer N-Pool im Boden vorhanden ist. In dünnen Beständen, mit geringer Konkurrenz, kann die Pflanze auf Nährstoffe im Boden zurückgreifen und die Triebzahl erhöhen.

Mehr als vier Triebe je Pflanze sind vor allem in mittleren und dichten Beständen problematisch. Die Nebentriebe zweiter Ordnung (fünfter Trieb und mehr) sind bei der Ernährung auf das Wurzelsystem ihres Primärtriebes angewiesen, daher ist unter Brandenburger Bedingungen mit einer Limitierung zu rechnen. Besonders problematisch ist das in Gerste und Roggen. Bei Roggen ist die Befruchtung der unterständigen Triebe nicht ideal, diese blühen später und eventuell sind nicht mehr ausreichend Pollen vorhanden, was das Mutterkornrisiko erhöht. Für Gerste gilt die Reifeverzögerung der unterständigen Triebe. Eine verzögerte Ernte kann für die Haupttriebe bereits Ährenknicken und damit Ertragsverlust zur Folge haben. Die Notwendigkeit einer Sikkation sollte früh vermieden werden. Dazu zählt auch die an der Spritzenspur stehenden Pflanzenreihen nicht mit zu breiten Reifen nach der Bestockung niederzufahren. Diese Pflanzen neigen zu nachschossenden, unterständigen und später noch grünen Trieben. Für alle Getreidearten gilt letztendlich, dass die unterständigen Triebe kleine Ähren hervorbringen, die Kornzahl je Ähre ist geringer und das Tausenkorngewicht (TKG), sowie auch das Hektolitergewicht können in Mitleidenschaft gezogen werden.

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Bertram Kühne

BERLIN, BRANDENBURG

Mobil: +49 (0) 151 19568103
E-Mail: bertram.kuehne@skwp.de

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