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Allgemeine Situation

Eine vorsommerliche Woche liegt hinter uns. Temperaturen von bis zu 25 °C ließ die Vegetation schnell voranschreiten. Vor allem an den Bäumen, Sträuchern, usw. war ein regelrechter Wachstumsschub zu verzeichnen.

Im Ackerbau konnte man diesen Wachstumsschub leider nicht immer beobachten. Die Gründe sind hier zum einen, wie schon im letzten Wochenbericht beschrieben, in der Düngungsstrategie und dem Witterungsverlauf der letzten Wochen zu suchen, zum anderen spielt aber auch der Bodenzustand und die Saatbedingungen im vergangenen Herbst eine entscheidende Rolle.

Im nördlichen Teil des Beratungsgebiets ist dies sehr gut zu sehen, vor allem auf den schwereren Böden mit erhöhtem Ton und/oder Lehmanteil. Dort gestaltete sich schon die Herbstaussaat als äußerst schwierig aufgrund der ergiebigen Niederschläge. Dies hatte dementsprechend zur Folge, dass der Feldaufgang und die Bestandesentwicklung bis zum Beginn der Vegetation nicht optimal verlaufen konnte. Weiterhin hat der sehr feuchte Witterungsverlauf in den Wintermonaten (bis Anfang März) dazu geführt, dass viele Flächen unter Staunässe litten und erst sehr spät, für z. B. Düngungsmaßnahmen, befahrbar wurden.

Die dann abrupt einsetzende Trockenheit der letzten Wochen führte zu verschlämmten oder verkrusteten Bodenoberflächen.

Diese Kombination aus Staunässe im Boden und verkrusteter Bodenoberfläche führt letztendlich zu einer Störung des Gasaustauschs von Boden und Atmosphäre. Der dann im Boden vorherrschende Sauerstoffmangel und der gleichzeitig erhöhte CO2 Gehalt behindert die Wurzelatmung der Pflanzen. Folgen sind natürlich mangelndes Pflanzen- und Wurzelwachstum.

Weiterhin kommt hier erschwerend hinzu, dass Düngergaben aufgrund der Nichtbefahrbarkeit spät ausgebracht wurden und bis jetzt nicht eingewaschen und entsprechend Pflanzenverfügbar sind. Auch die Frostnächte um den Monatswechsel März/April und Pflanzenschutzmaßnahmen bremsten die Bestandesentwicklung.

Um dem Sauerstoffmangel im Boden etwas entgegenzuwirken bietet sich als kurzfristige Maßnahme in Wintergetreidebeständen das Striegeln an (Bilder „Getreide verkrustet Striegel). Hier wird die verkrustete Bodenoberfläche aufgebrochen, so dass Sauerstoff in den Boden kommt und gleichzeitig CO2 entweichen kann. Langfristig gilt es aber die Böden genauer zu untersuchen um die Bodenstruktur zu verbessern. Der Kalkhaushalt ist hier beispielsweise genauer zu betrachten, da durch eine Standortangepasste Kalkung zum einen der PH-Wert optimiert werden kann, aber auch die physikalischen Eigenschaften des Bodens verbessert werden können. Denn durch die Kalkung / bei der Kalkung können sich Kalzium-Ionen an Tonteilchen (Flockung) anlagern und bilden hierdurch eine lockere „Kartenhausstruktur“. Die Kalzium-Ionen bilden zudem eine „Brücke“ zwischen den Ton- und Humusteilchen, der so genannte Ton-Humus-Komplex. Durch Flockung und Brückenbildung werden Aggregatverbände stabilisiert und auch größere Aggregate gebildet. Damit wird die Verschlämmungs- und Erosionsneigung gemindert, dadurch sind die Böden tragfähiger und weniger anfällig gegenüber Verdichtungen. Die verbesserte Bodenstruktur bewirkt im Übrigen auch ein frühzeitiges Abtrocknen wodurch gekalkte Standorte im Frühjahr häufig früher befahrbar sind.

 

Praxistipp für die Kalkung

Nicht allein der offensichtliche Preis darf kaufentscheidend sein, sondern die inneren Bestandteile des Kalkes sind hier genauer zu betrachten. Beispielsweise sind Feuchtkalke unterschiedlich in ihrer Reaktivität zu bewerten aufgrund ihres Mahlgrades. Hier gilt: Je feiner er vermahlen ist, desto größer ist die Oberfläche je kg Kalk und damit umso schneller die Wirkung.

Georg Schlothauer

BADEN-WÜRTTEMBERG

Mobil: +49 (0) 151 19568105
E-Mail: georg.schlothauer@skwp.de

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