Der Unterschied zwischen N-Aufnahme-Effizienz und N-Nutzungs-Effizienz

Überall wird zurzeit fleißig geerntet. Die Gerstenernte ist schon in fast allen Landesteilen vollständig eingeholt. Die Rapsernte wurde in einigen Regionen begonnen, der Großteil der Ernte steht aber noch an. Insgesamt kann man mit dem bisherigen Ernteverlauf zufrieden sein. Mit der Ernte entscheidet sich auch, ob sich der Aufwand der letzten Monate gelohnt hat.

Neben hohen Erträgen zählt auch eine hohe N-Effizienz für eine nachhaltige Pflanzenproduktion. Kennen Sie den Unterschied zwischen der Stickstoffaufnahmeeffizienz und der Stickstoffnutzungseffizienz?

Die Aufnahmeeffizienz beschreibt die N-Aufnahme der gesamten Pflanze während des Vegetationsverlaufs. Berechnet werden kann die Aufnahmeeffizienz wie folgt:

Aufnahmeeffizienz = N-Aufnahme/N-Angebot

Die Nutzungseffizienz wird auch als Ernteindex bezeichnet und beschreibt wie viel des aufgenommenen Stickstoffs die Pflanze in Ernteprodukte einlagern kann. Daraus kann die kulturartspezifische N-Bilanz errechnet werden. Die Nutzungseffizienz berechnet sich aus:

N-Nutzungseffizienz = N im Korn/N-Angebot

Bei Getreide und Zuckerrüben ist die kulturartspezifische N-Bilanz sehr ausgeglichen, weil ungefähr die Menge an Stickstoff durch die Ernte vom Feld abgefahren wird, die auch gedüngt wird. Das bedeutet diese Kulturen haben eine hohe Stickstoffnutzungseffizienz. Raps, Gemüse und Silomais haben eine schlechtere Stickstoffnutzungseffizienz, weil mehr Stickstoff durch Düngung zugeführt wird, als durch die Ernte vom Feld abgefahren wird. Die N-Nutzungseffizienz kann durch Sorten verbessert werden, die langsamer abreifen und somit mehr Stickstoff in die Ernteorgane verlagern können.

Wichtig ist vor allem die Nutzung intelligenter Düngesysteme, damit vom gedüngten Stickstoff möglichst viel in der Pflanze ankommt. Hierzu eignen sich die innovativen Stickstoffdüngemittel der SKW Piesteritz. Durch eine Stickstoffstabilisierung kann die Umwandlung vom Ammonium zum Nitratstickstoff zeitlich um sechs bis zehn Wochen verzögert werden. Dadurch kann die Pflanze mehr Ammoniumstickstoff aufnehmen und dementsprechend in die Ernteprodukte einlagern. Besonders verlustarm düngen Sie mit der Weltneuheit ALZON® neo-N. Mehr dazu erfahren Sie unter www.alzon-neo-n.de.

Ab der kommenden Woche werden Sie an dieser Stelle eine Reportage über den Landwirt Hannes-Friedrich Böse mitverfolgen können, der sich nach der Ernte auf dem elterlichen Betrieb auf den Weg nach Skandinavien macht. Von dort wird er jede Woche vor Ort über landwirtschaftliche Betriebe mit ihren regional typischen Anbauverfahren berichten. Ein Blick über den Tellerrand, der sich lohnt.

 

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