Stickstoff- und Schwefeldüngung 2018: Verlustrisiken früher N-Gaben vermeiden

Nach den Vorgaben der Düngeverordnung (DüV) wird eine erste N-Düngung ab 1. Februar möglich. Die Sperrfrist für die Anwendung von Düngemitteln mit einem wesentlichen Gehalt an Stickstoff endet und es können dann sowohl mineralische Stickstoffdünger als auch Gülle bzw. Gärrückstände ausgebracht werden. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr wohl zunächst bei den organischen Düngern, denn die Witterung ließ schon vor Beginn der Sperrfrist im Herbst letzten Jahres vielerorts keine Ausbringung zu. Deshalb sind die Lager randvoll.

Abbildung 1: Vielerorts sind die Ackerflächen sehr feucht – eine Befahrbarkeit ist oft nicht gegeben

Andererseits ist die Gefahr groß, dass gedüngter Stickstoff bei dem hohen Wassersättigungsgrad der Böden durch weitere Niederschläge schnell ausgetragen wird. Der Stickstoffstabilisierung kommt deshalb in diesem Jahr eine besondere Rolle zu. Durch den Verbleib des Stickstoffs in der Ammoniumform wird er vor Verlagerung und Auswaschung geschützt, ist aber jederzeit pflanzenverfügbar. Nach den Erfahrungen zahlreicher Anwender lassen sich durch den Zusatz von PIADIN® zu Gülle oder Gärrückständen N-Verluste in Form von Nitrat zwischen 35 bis 50 Prozent reduzieren. Auf diese Weise geht der gedüngte Stickstoff nicht verlustig, sondern kommt weitestgehend den Pflanzen zu Gute. Besonders unter solch widrigen Bedingungen lassen sich Erträge und N-Entzüge beachtlich steigern. Unter den Vorgaben der neuen DüV erlangt diese Effizienzsteigerung zunehmend Bedeutung, denn die N-Bilanzen werden um 5 bis 20 kg N/ha oder mehr entlastet.

Auch bei den mineralischen N-Düngern ist in diesem Jahr mit besonders deutlichen Effekten der N-Stabilisierung zu rechnen. Die Düngung sollte auch hier möglichst früh erfolgen, um den Pflanzen einen guten Start zu sichern. Egal ob es nach der Düngung weiter feucht bleibt oder Trockenheit dominiert, es gilt, alle Verlustwege zu minimieren. Das gelingt am besten mit der Weltneuheit ALZON® neo-N, die sich durch eine große Witterungsunabhängigkeit auszeichnet. Unter den gegenwärtigen nassen Bedingungen werden dank des enthaltenen Nitrifikationsinhibitors Auswaschungs- und Denitrifikationsverluste verhindert. Sollten nach der Düngung eher trockene Bedingungen vorherrschen, werden dank des Ureaseinhibitors Ammoniakverluste fast vollständig ausgeschlossen. Die ammoniumbetonte Pflanzenernährung stellt sicher, dass die Bestände trotz hoher N-Gaben nicht zu viel Blattmasse bilden, die später nur unnötig viel Wasser zu Ungunsten der Ertragsbildung verbraucht.

Der besondere Vorteil der N-stabilisierten Flüssigdünger wie ALZON® flüssig und ALZON® flüssig-S 25/6 liegt im randgenauen Arbeiten und ebenfalls der Möglichkeit zu vorgezogenen und zusammengefassten N-Gaben. Sollten die Witterungsbedingungen eine sehr frühe N-Gabe nicht zulassen, stellt die Anwendung von ALZON®-Düngemitteln oder auch von Gülle/Gärrückstand mit PIADIN® erst zu Vegetationsbeginn kein Problem dar, denn auch dann sind Mehrerträge in gleicher Größenordnung wie bei einer sehr frühen Gabe zu erwarten.  

Während mit N-stabilisierten ALZON®-Düngern eine frühe N-Gabe unbedingt zu empfehlen ist, muss von einem zu frühen Einsatz konventioneller N-Dünger dringend abgeraten werden. Diese sollten frühestens zu Vegetationsbeginn und je nach Bedingungen sogar aufgeteilt in eine 1a- und 1b-Gabe zur Anwendung kommen, um das Verlustrisiko möglichst gering zu halten. Bei den nach DüV limitierten N-Düngermengen ist jedes Kilogramm N notwendig, um hohe Erträge und die erforderlichen Qualitäten erzielen zu können. Niedrige N-Bilanzüberschüsse zeigen eine gute N-Verwertung an. Mit den N-stabilisierten ALZON®-Düngern und PIADIN® werden dafür beste Voraussetzungen geschaffen.   

 

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