Düngeplanung 2018: Ohne Risiken so früh wie möglich düngen

Nach den Vorgaben der Düngeverordnung wird die erste N-Düngung ab 1. Februar möglich. Die Sperrfrist für die Anwendung von Düngemitteln mit einem wesentlichen Gehalt an Stickstoff endet dann und es können sowohl mineralische Stickstoffdünger als auch Gülle oder Gärrückstände ausgebracht werden.

Düngeplanung 2018

Der Schwerpunkt liegt zu diesem Zeitpunkt wohl eher auf den organischen Düngern, denn die Witterung vor Beginn der Sperrfrist im Herbst letzten Jahres ließ vielerorts schon keine Ausbringung mehr zu und die Lager sind randvoll. Sobald es also die Befahrbarkeit zulässt, müssen die Gülle/Gärrückstände aus dem Lager auf das Feld. Die Pflanzen brauchen die Nährstoffe dringend, denn die Niederschläge der vergangenen Monate haben den Stickstoff verlagert oder aus der Ackerkrume ausgetragen. Zudem reichen die Wurzeln nicht sehr tief, so dass die Pflanzen auf gedüngten Stickstoff und auch Schwefel angewiesen sind.

Andererseits ist die Gefahr groß, dass der Stickstoff bei diesem hohen Wassersättigungsgrad der Böden nach weiteren Niederschlägen schnell ausgetragen werden kann. Der Stickstoffstabilisierung kommt deshalb in diesem Jahr eine besonders große Rolle zu, denn durch den Verbleib des Stickstoffs in der Ammoniumform wird er vor Verlagerung und Auswaschung geschützt, ist aber jederzeit pflanzenverfügbar. Nach den Erfahrungen von zahlreichen Anwendern und von uns lassen sich durch den Zusatz von PIADIN® die genannten Verlustrisiken beachtlich vermindern, so dass der gesamte gedüngte Stickstoff den Pflanzen zu Gute kommt. Besonders unter solch widrigen Bedingungen lassen sich Erträge und N-Entzüge beachtlich steigern. Unter den Bedingungen der neuen Düngeverordnung kommt diesem Umstand eine herausragende Bedeutung zu, denn die N-Bilanzen werden je nach Bedingungen um 5 bis 20 kg N/ha oder mehr verbessert.

Auch bei den mineralischen N-Düngern kommt in diesem Jahr der N-Stabilisierung eine außerordentliche Bedeutung zu. Die Düngung sollte auch hier möglichst früh erfolgen, um den Pflanzen einen guten Start zu sichern. Egal ob es nach der Düngung weiter feucht bzw. nass bleibt oder Trockenheit dominiert, es gilt, alle Verlustwege zu minimieren. Das gelingt am besten mit dem neuen N-stabilisierten Dünger ALZON® neo-N oder auch ALZON® flüssig. Der besondere Vorteil von ALZON® neo-N ist seine Witterungsunabhängigkeit. Unter feuchten Bedingungen werden dank des Nitrifikationsinhibitors Auswaschungs- und Denitrifikationsverluste vermindert, unter trockenen Bedingungen sind dank des Ureaseinhibitors Ammoniakverluste minimiert. Die ammoniumbetonte Pflanzenernährung stellt sicher, dass die Bestände trotz hoher N-Gaben nicht zu viel Blattmasse bilden, die später nur unnötig viel Wasser zu Ungunsten der Ertragsbildung verbraucht. Zudem bleibt durch die N-Stabilisierung eine gute Frosttoleranz erhalten, da im Gegensatz zur Nitraternährung, nicht zu viel Wasser in den Zellen eingelagert wird, welches im Falle stärkerer Fröste durch Kristallbildung zu Schäden führen würde. Der besondere Vorteil der beiden N-stabilisierten Flüssigdünger ALZON® flüssig beziehungsweise ALZON® flüssig-S 25/6 liegt im randgenauen Arbeiten und ebenfalls der Möglichkeit der Gabenzusammenfassung. Sollten die Witterungsbedingungen eine sehr frühe N-Gabe nicht zulassen, stellt die Ausbringung von ALZON®-Düngemitteln oder auch von Gülle/Gärrückstand mit PIADIN® erst zu Vegetationsbeginn kein Problem dar, denn auch dann sind Mehrerträge in gleicher Größenordnung zu erwarten.  

Da Sulfat-Schwefel mindestens genauso auswaschungsgefährdet ist wie Nitrat, werden nach den starken Niederschlägen über Herbst und Winter vermutlich auch wieder die Probleme durch fehlenden Schwefel zunehmen. Eine Düngung mit S-haltigen N-stabilisierten Düngern ist deshalb 2018 besonders anzuraten. Dafür bieten sich im Feststoffbereich Düngermischungen aus ALZON® neo-Mplus (Dünger mit erhöhtem N-Stabilisatoranteil) mit PIAMON® 33-S, bekannt als raps-power® neo (37 Prozent N, 8 Prozent S) oder getreide-power® neo (40 Prozent N, 5 Prozent S) an. Bei den Flüssigdüngern ist dann ALZON® flüssig-S 25/6 erste Wahl. Je leichter der Boden und je weniger organische Düngung in den Vorjahren zur Anwendung kam, umso notwendiger wird eine S-Düngung.

Während mit N-stabilisierten ALZON®-Düngern eine frühe N-Gabe unbedingt zu empfehlen ist, muss von einem zu frühen Einsatz konventioneller N-Dünger dringend abgeraten werden. Diese sollten  frühestens ab Vegetationsbeginn zur Anwendung kommen, um das Verlustrisiko möglichst gering zu halten. Bei den nach DüV limitierten N-Düngermengen wird jedes Kilogramm Stickstoff notwendig werden, um hohe Erträge erzielen zu können. Niedrige N-Bilanzüberschüsse zeigen in der Konsequenz eine gute N-Verwertung an. Mit den N-stabilisierten ALZON®-Düngern und PIADIN® werden dafür beste Voraussetzungen geschaffen.

Wenn Sie detailliert wissen wollen, worauf bei der anstehenden Düngung zu achten ist, empfehlen wir Ihnen unsere Düngeempfehlung 2018.

 

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