Augen auf beim Kauf von flüssigen Düngemitteln – die Qualität macht den Unterschied

Wer im Frühjahr den günstigsten Flüssigdünger gekauft und gehofft hat, dass das schon passt, ärgert sich jetzt bei der Ernte, an der falschen Stelle gespart zu haben. So geht es vielen.

Denn gerade bei der Flüssigdüngung macht die Qualität den Unterschied. Eine schlechte Flüssigdüngerqualität kann schließlich nicht durch Düsen oder andere Hilfsmittel ausgeglichen werden. Worauf kommt es also an?

Qualitativ hochwertige Flüssigdünger haben eine hohe Oberflächenspannung zwischen 60 und 80 mN/m. Das ist neben einem neutralen pH-Wert die wichtigste Voraussetzung für eine optimale Pflanzenverträglichkeit und mindert Blattnekrosen.

Die Bedeutung der Oberflächenspannung auf den Ertrag und den Rohproteingehalt ist in der Grafik mit den Ergebnissen langjähriger Versuche dargestellt. Unter kritischen Applikationsbedingungen und bei empfindlichen Pflanzenbeständen wurden in den BBCH-Stadien 37 bis 39 PIASAN® 28 als Flüssigdünger in Markenqualität  mit hoher und eine AHL 28 mit niedriger Oberflächenspannung ausgebracht. Bei  hoher Oberflächenspannung  von PIASAN® 28 oder ALZON® flüssig bleibt dieser nach der Applikation als Tropfen auf dem Blatt und kann abrollen. Bei Flüssigdünger mit niedriger Oberflächenspannung bildet sich eine komplette Benetzung, ein Spritzfilm aus, der zu deutlich schlechteren Pflanzenverträglichkeit und in Folge dessen  zu erheblichen Ertragsminderungen führen kann.


 

Als drucklose wasserklare Lösungen lassen sich diese Flüssigdünger exakt dosieren und präzise auf große Arbeitsbreiten und randgenau ausbringen. Ein weiterer Vorteil ist, dass einmal positiv gesammelte Erfahrungen, auch in Kombination mit Pflanzenschutzmitteln in den Folgejahren mit großer Sicherheit wiederholt genutzt werden können.

Die hohe Nährstoffkonzentration bringt zudem erhebliche arbeitswirtschaftliche Vorteile bei Ausbringung, Lagerung und Transport. Sie sollten sich also im kommenden Jahr gut überlegen, ob Einsparungen an dieser Stelle sinnvoll sind.

 

Frühere Tipps vom Düngerfuchs:

JUL/2017: Wichtige Mitteilung: Hohe Stickstoffverluste durch extreme Niederschläge
JUN/2017: Neue Düngeverordnung – intelligente Düngesysteme sind gefragt
JUN/2017: Die Neue Düngeverordnung (DüV) erfordert ein Umdenken bei der Düngung
JUN/2017: 23. Feldtag der SKW Piesteritz GmbH
JUN/2017: Weltneuheit ALZON® neo-N wird vorgestellt – erster Einsatz auf dem Acker
MAI/2017: Spätgaben mit Flüssigdüngern in Winterweizen
MAI/2017: Ährengabe zu Winterweizen stark wetterabhängig
MAI/2017: Schwefel erhöht Ertrag und Qualität
MAI/2017: Kombinationseffekte von N-Flüssigdüngern mit Pflanzenschutzmitteln nutzen
MAI/2017: Ertrag und Rohprotein mit N-stabilisierten Düngern absichern
APR/2017: Praxischeck: Vom Versuchsfeld zum Ergebnis
APR/2017: Tipps vom Düngerfuchs: Versorgung von Mais mit einer N-Gabe absichern
APR/2017: Stickstoffstrategie für extreme Trockenheit
APR/2017: Strip-Till Verfahren mit PIADIN® zu Mais
MAR/2017: Organische Düngemittel erfolgreich mit PIADIN® stabilisieren
MAR/2017: N-Bedarf der Sommerkulturen mit einer Gabe abdecken
MAR/2017: Düngerstreuer richtig einstellen – darauf kommt es an
MAR/2017: Gülle mit PIADIN® zu Getreide mit Mineraldünger kombinieren
MAR/2017: Flüssigdüngung mit ALZON® 25/6- eine gezielte Lösung
FEB/2017: Ertragssicherheit unabhängig von der Witterung - Empfehlungen Getreidedüngung
FEB/2017: Den Rapsertrag mit einer frühen Stickstoffgabe bedarfsgerecht absichern
FEB/2017: Nmin auf die erste N-Gabe anrechnen
JAN/2017: Risiken früher Stickstoffgaben minimieren
JAN/2017  Volle Gülleläger ohne Stickstoffverlustrisiko früh entlasten
JAN/2017: Stickstoff mit Schwefel in Markenqualität für alle Kulturen